Deutsch-französische Freundschaft

Die südfranzösischen Rotkopfschafe haben schon vor ca. 250 Jahren ihre Hufe auf deutschen Boden gesetzt. Im Jahr 1788 importierte Alexander Markgraf von Brandenburg-Ansbach-Bayreuth einige Rouge aus dem Longuedoc, um sie mit grobwolligeren deutschen Schafen zu kreuzen und so die Wollqualität der deutschen Herden für die Textilindustrie zu verbessern. Drei Jahre später veräußerte Markgraf Alexander, seines Zeichens Gründer der „Hochfürstlich-Brandenburg-Anspach-Bayreuthische Hofbanco“ (später: Bayerische Hypo- und Vereinsbank AG), seine Markgrafengüter – mitsamt seiner Schafherden – an König Friedrich Wilhelm II. von Preußen. Wieder drei Jahre später fiel das Markgrafengut Ansbach an Frankreich und die Rotköpfe waren zumindest formal wieder Franzosen.

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